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Rhetorik für den Alltag




Die Rhetorik, die Kunst zu reden, reicht bis in die Antike zurück und wurde von politischen Größen und Philosophen aller Epochen bis hinein in unsere Zeit getragen.

Bis heute sind die Reden von Sokrates und Cicero bis John F. Kennedy und Martin Luther King legendär und gelten als rhetorische Meisterwerke. Und trotz dieser großen Namen hat die Rhetorik ihren Ursprung im ganz normalen Alltag. Es begann alles damit, sich mit seinen Mitmenschen auseinander zu setzen und sein Anliegen mittels sprachlicher Kompetenz überzeugend und erfolgreich zu vermitteln. Dieser Beitrag soll einen Überblick darüber bieten, was Rhetorik überhaupt ist und welche Anwendungsbereiche sie heute im Alltag und Arbeitsleben bietet.

Warum ist Rhetorik wichtig?

Ihren Anfang nahm die Rhetorik im antiken Griechenland und wurde zunächst in ganz banalen Situationen genutzt. Um ein Anliegen vorzutragen oder Streitigkeiten beizulegen, musste man persönlich im Gericht vorsprechen und überzeugen. Es war dabei von Vorteil, seine Argumente stichhaltig und eloquent vortragen zu können. Aus diesem Grund richteten sich viele Griechen an Redelehrer, die ihnen die Fertigkeiten der Rhetorik beibrachten. Das Reden vor Publikum und in Diskussionsforen gewann schließlich zunehmend an Relevanz für alltägliche Situationen, wie heute auch. Es ist einfach ein unbestreitbarer Vorteil, wenn man seinen Standpunkt oder seine Idee klar kommunizieren und schließlich auch erfolgreich verwirklichen kann.

Dabei stellen sich viele typische Fragen: Wie drücke ich mich elegant, aber nicht umständlich aus? Wie bleibe ich in Vortragssituationen locker und authentisch? Wie kann ich eine Idee spannend verkaufen? Wie kann ich ein Problem äußern, ohne mein gegenüber vor den Kopf zu stoßen? Antworten darauf liefern zahlreiche rhetorische Methoden, die es uns ermöglichen frei und strukturiert zu sprechen und letztendlich zu überzeugen.

Die erste Systematisierung der Rhetorik nahm bereits Aristoteles um 300v.Chr. vor, die in diesem Beitrag zur Einführung vorgestellt werden soll. Er hob dabei drei wichtige Einflussfaktoren hervor, die eine gelingende Ansprache ausmachen:

  • Authentizität des Redners
  • der Zuhörer
  • das Argument

Durch kompetentes und sicheres Auftreten, ein für den Adressaten angemessener Sprachstil, klare Argumentationslinien und stichhaltige Beweise soll das Gegenüber gewonnen werden. Bis heute können diese drei Komponenten als eine Art Faustregel für erfolgreiche Kommunikation im beruflichen wie privaten Alltag gelten.

Für die praktische Umsetzung dieser rhetorischen Faustregel muss man einfach üben. Man kann sich mit der Zeit die Nervosität abtrainieren und durch eine selbstbewusste Erscheinung für seine Idee begeistern. Man gewinnt ein Händchen dafür, wie man in unterschiedlichen Situationen den passenden Ton und damit den Nerv seines Zuhörers trifft und kann auf diese Weise seine Position glaubwürdig und gleichzeitig sympathisch verhandeln.

„Daher ist es erforderlich, Kunstfertigkeit anzuwenden, ohne dass man es merkt, und die Rede nicht als verfertigt, sondern als natürlich erscheinen zu lassen– dies nämlich macht sie glaubwürdig.“ (Aristoteles)

Heutige Anwendungsbereiche der rhetorischen Ausbildung:

Kenntnisse über und Übung in Rhetorik ist im Alltag auf vielseitige Weise und in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen einsetzbar und wird zunehmend als Kernkompetenz in führenden Positionen erwartet.

Sowohl bei mündlichen als auch schriftlichen Kommunikationsformen ist der gekonnte Umgang mit Sprache und Ausdruck ist von größter Wichtigkeit, um die eigenen Wünsche und Standpunkte deutlich und effektiv zu vertreten. Das betrifft sowohl face-to-face Kontakte, Telefongespräche als auch den E-Mail und Schriftverkehr.

Anhand rhetorischer Fertigkeiten können Sie sich desweiteren in Vortragssituationen und Reden, in Diskussionen, Verhandlungen und persönlichen Gesprächen profilieren und einen kompetenten Eindruck hinterlassen.
Sie gewinnen außerdem ein gutes Einschätzungsvermögen von sozialen Interaktionen. Welcher Umgangston ist vorherrschend und ist dieser angemessen? Wer ist Wortführer? Und wo drückt der Schuh? Durch eine rhetorische Schulung werden diese Interaktionsstrukturen klarer erkennbar, sodass man besser in der Lage ist, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Eine funktionierende Kommunikation unter Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist in der heutigen Zeit mehr denn je von Bedeutung, sodass rhetorische Kompetenzen in den Mittelpunkt rücken. Mit der Sicherheit, die mit Hilfe von rhetorischem Training in Bezug auf das Sprechen und Auftreten erworben wird, gestaltet sich das Alltags – und Berufsleben wesentlich stressfreier und gleichzeitig erfolgreicher.

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